EHR-Software-Integrationen verbinden Ihre klinische Plattform mit Tools wie Praxisverwaltungssoftware, medizinischen Abrechnungssystemen und Plattformen zur Patientenbindung. Dadurch bleiben die Daten in Ihrem Team konsistent und doppelte Eingaben werden reduziert.
Meiner Erfahrung nach vermitteln diese Verbindungen allen Beteiligten ein klareres und genaueres Bild der Patientenreise. Die Auswahl der richtigen Integrationen ist nicht einfach, insbesondere weil verschiedene EHR-Typen unterschiedliche Verbindungsoptionen unterstützen.
Dieser Leitfaden behandelt die wichtigsten Integrationskategorien, was Sie vor einer Entscheidung prüfen sollten und welche Probleme entstehen können, wenn Teams diesen Schritt überspringen.
Warum EHR-Software integrieren?
Wenn Sie Ihre EHR-Software mit anderen Tools verbinden, schließen Sie die Lücken, an denen typischerweise Fehler und Verzögerungen auftreten. Dies kann sich auch auf die EHR-Preise auswirken, da einige Anbieter wichtige Integrationen in ihre Tarife einschließen, während andere zusätzliche Gebühren verlangen.
Wenn Laborergebnisse direkt von Ihrer Diagnostikplattform in die Patientenakte übertragen werden, erhält Ihr Behandlungsteam die Informationen, ohne auf Telefonate oder manuelle Uploads angewiesen zu sein.
Dies sind die häufigsten Gründe, warum Gesundheitsteams andere Tools mit ihrer EHR-Software verbinden:
- Doppelte Dateneingaben vermeiden: Die manuelle Eingabe derselben Patienteninformationen in mehrere Systeme erhöht das Fehlerrisiko. Integrationen übertragen Daten automatisch zwischen Plattformen und halten die Datensätze korrekt.
- Die Koordination der Versorgung verbessern: Wenn Ihre EHR mit Plattformen für Fachärzte oder Tools für das Versorgungsmanagement verbunden ist, sieht jeder Anbieter im Team dieselbe aktuelle Patientenakte.
- Abrechnungsabläufe beschleunigen: Die Verknüpfung Ihrer EHR mit einem medizinischen Abrechnungssystem reduziert Verzögerungen bei der Codierung und Fehler bei Abrechnungsanträgen, indem klinische Daten direkt in den Abrechnungsprozess übernommen werden.
- Die Kommunikation mit Patienten verbessern: Integrationen mit Plattformen zur Patientenbindung ermöglichen es, dass Terminerinnerungen, Aufnahmeformulare und Nachrichten zur Nachsorge direkt auf Ihre EHR-Daten zugreifen.
- Labor- und Diagnoseergebnisse unterstützen: Direkte Verbindungen zu Laborsystemen übertragen Testergebnisse ohne manuelle Eingriffe oder faxbasierte Umgehungslösungen in die Patientenakte.
- Die Berichterstattung zur Compliance stärken: Durch die Verbindung Ihrer EHR mit Berichts- oder Analysetools lassen sich strukturierte Daten für Prüfungen, Qualitätskennzahlen und behördliche Einreichungen leichter abrufen.
- Telemedizinische Besuche ermöglichen: Integrationen mit Telemedizinplattformen verknüpfen Aufzeichnungen von Videosprechstunden, Notizen und Verordnungen automatisch wieder mit der zentralen Patientenakte.
Die häufigsten Integrationen für EHR-Software
Die Auswahl der richtigen Integrationen hilft Ihrer EHR-Software, sich an Ihren Arbeitsablauf anzupassen, statt umgekehrt. Hier sind die häufigsten Integrationsoptionen, die Sie für Ihre klinischen und betrieblichen Anforderungen in Betracht ziehen sollten.
Praxisverwaltungssoftware

Praxisverwaltungssoftware übernimmt die administrativen Aufgaben beim Betrieb einer Arztpraxis – Terminplanung, Patientenregistrierung, Abrechnung und Berichterstattung. Tebra und athenahealth verbinden die Praxisverwaltung mit EHR-Daten aus Empfangs- und klinischen Teams.
Die Verbindung beider Systeme synchronisiert Patienten-, Versicherungs- und Termindaten und reduziert doppelte Eingaben. Ohne diese Verbindung müssen Mitarbeiter Daten manuell übertragen, was die Aufnahme verlangsamt und die Zahl von Fehlern in den Akten sowie den Verwaltungsaufwand erhöht.
Dies sind häufige Anwendungsfälle für die Integration von Praxisverwaltungssoftware in Ihre EHR:
- Synchronisierung der Patientenregistrierung: Neue Patienteninformationen, die bei der Anmeldung eingegeben werden, fließen direkt in die EHR-Akte ein, wodurch eine doppelte Dateneingabe am Empfang entfällt.
- Besuchsgesteuerte Vorbereitung der Patientenakte: Geplante Besuche lösen automatisch Aufgaben zur Vorbereitung der Akte aus, sodass die medizinischen Fachkräfte bereits vor dem Eintreffen des Patienten über den nötigen Kontext verfügen.
- Versicherungsüberprüfung: Anspruchsprüfungen werden über das Praxisverwaltungssystem durchgeführt und aktualisieren die EHR-Akte des Patienten vor dem Besuch.
- Nachverfolgung von Überweisungen: In der EHR erstellte Überweisungen werden ohne manuelle Übergabe in den Terminplanungs- und Verwaltungsablauf übernommen.
- Abstimmung der Abrechnungscodes: Diagnose- und Verfahrenscodes werden direkt aus den klinischen Akten in die Abrechnung übertragen, wodurch Verzögerungen und Fehler reduziert werden.
- Berichte und Leistungskennzahlen: Kombinierte Daten ermöglichen einen klareren Überblick über das Patientenaufkommen, die Ergebnisse der Besuche und die Umsatzentwicklung.
Software für medizinische Abrechnung und das Management des Abrechnungszyklus

Software für medizinische Abrechnung und das Management des Abrechnungszyklus (RCM) verwaltet den finanziellen Lebenszyklus eines Patientenbesuchs – von der Erfassung der Leistungen und der Einreichung von Ansprüchen bis zur Verbuchung von Zahlungen und der Verwaltung abgelehnter Ansprüche.
Plattformen wie AdvancedMD und Waystar sind darauf ausgelegt, Ansprüche so reibungslos wie möglich durch den Zahlungsprozess zu führen. Die EHR-Dokumentation fließt in die Abrechnung ein und stellt sicher, dass die Codes der Leistungserbringer mit den eingereichten Ansprüchen übereinstimmen.
Ohne diese Verbindung müssen Abrechnungsteams die Daten zu Patientenbesuchen manuell zwischen den Systemen übertragen. Diese Übergabe führt zu Verzögerungen bei der Codierung, erhöht das Risiko von Fehlern bei Ansprüchen und verlangsamt die Erstattung.
Hier sind häufige Anwendungsfälle für die Integration von Software für medizinische Abrechnung und RCM mit Ihrer EHR:
- Automatisierte Leistungserfassung: Besuchscodes werden direkt in die Abrechnung übertragen, wodurch manuelle Eingaben und Lücken bei der Codierung reduziert werden.
- Prüfung von Ansprüchen mit klinischem Kontext: Klinische Daten weisen vor der Einreichung auf fehlende oder nicht übereinstimmende Codes hin.
- Nachverfolgung vorheriger Genehmigungen: Aktualisierungen zu Genehmigungen bleiben im EHR-Ablauf sichtbar.
- Verwaltung abgelehnter Ansprüche mit Unterstützung durch Dokumentation: Das Abrechnungspersonal kann auf klinische Notizen zugreifen, um Widersprüche vorzubereiten.
- Verbuchung von Zahlungen und Aktualisierung von Patientensalden: Zahlungen aktualisieren automatisch die Finanzakte des Patienten.
- Berichte zum Abrechnungszyklus: Integrierte Daten ermöglichen es Verwaltungsmitarbeitern, Erstattungstrends zusammen mit dem klinischen Aufkommen zu verfolgen und so die finanzielle Leistung mit den Mustern der Leistungserbringung zu verknüpfen.
Patientenportal-Software

Patientenportal-Software ermöglicht Patienten den direkten Zugriff auf ihre Gesundheitsinformationen – auf Terminvereinbarungen, Testergebnisse, Zusammenfassungen der Behandlung und sichere Nachrichten an ihr Behandlungsteam.
Plattformen wie MyChart und healow verbinden Patienten zwischen den Besuchen mit ihren Akten, reduzieren eingehende Anrufe und sorgen dafür, dass die Kommunikation dokumentiert bleibt. Die EHR-Integration hält die Informationen im Portal ohne manuelle Exporte oder Verzögerungen korrekt und aktuell.
Ohne diese Verbindung müssen Mitarbeiter Ergebnisse manuell versenden, Fragen zu Terminen beantworten und Patientenformulare in die EHR eingeben. In einer stark ausgelasteten Praxis summiert sich dieser Aufwand schnell.
Hier sind häufige Anwendungsfälle für die Integration von Patientenportal-Software mit Ihrer EHR:
- Bereitstellung von Ergebnissen in Echtzeit: Laborergebnisse und bildgebende Befunde, die in der elektronischen Patientenakte veröffentlicht werden, werden automatisch im Portal für den Patienten sichtbar, ohne dass das Personal sie manuell exportieren und versenden muss.
- Online-Terminvereinbarung: Patienten buchen oder verschieben ihre Termine über das Portal, und diese Änderungen werden sofort im Terminplanungsablauf der elektronischen Patientenakte übernommen.
- Digitale Aufnahme- und Formulare vor dem Besuch: Patienten füllen Registrierungs- und Krankengeschichtsformulare vor ihrem Eintreffen aus, und diese Daten werden direkt in ihre elektronische Patientenakte übernommen.
- Sichere Nachrichtenübermittlung zwischen Patienten und Leistungserbringern: Über das Portal versendete Nachrichten werden in der Patientenakte protokolliert, sodass die Kommunikation für das gesamte Behandlungsteam sichtbar bleibt.
- Transparenz bei Medikamenten und Behandlungsplänen: Patienten können ihre aktiven Medikamente, Behandlungshinweise und Überweisungen einsehen, wie sie in der elektronischen Patientenakte dokumentiert sind, wodurch Rückfragen per Telefon reduziert werden.
- Zusammenfassungen nach dem Besuch: Ärzte schließen ihre Besuchsnotizen in der elektronischen Patientenakte ab, und Patienten erhalten automatisch eine Zusammenfassung über das Portal, was die Einhaltung des Behandlungsplans unterstützt.
Telemedizinische Software
Telemedizinische Software ermöglicht videobasierte klinische Besuche, die Fernüberwachung von Patienten und die Erbringung virtueller Leistungen außerhalb einer herkömmlichen persönlichen Behandlung. Plattformen wie Teladoc Health und Doxy.me ermöglichen es Leistungserbringern, Patienten aus der Ferne zu betreuen und den Besuch dennoch strukturiert zu dokumentieren.
Wenn Ihre Telemedizinplattform mit Ihrer elektronischen Patientenakte verbunden ist, werden Besuchsnotizen, Verordnungen und Nachsorgeaufträge aus virtuellen Begegnungen in derselben Patientenakte wie persönliche Besuche abgelegt – so erhält Ihr gesamtes Behandlungsteam ein vollständiges Bild.
Ohne diese Integration befindet sich die Dokumentation virtueller Besuche in einem separaten System. Leistungserbringer müssen nach jedem Gespräch die Notizen manuell in die elektronische Patientenakte kopieren, wodurch Lücken, Verzögerungen und eine fragmentierte Patientenakte entstehen, die leicht missverstanden werden kann.
Hier sind gängige Anwendungsfälle für die Integration telemedizinischer Software in Ihre elektronische Patientenakte:
- Synchronisierung der Dokumentation virtueller Besuche: Während einer telemedizinischen Sitzung erstellte klinische Notizen und Beurteilungen werden ohne manuelle Neueingabe direkt in die elektronische Patientenakte des Patienten übertragen.
- Durchgängige Terminplanung: Über die elektronische Patientenakte geplante telemedizinische Besuche erscheinen im selben Kalenderablauf wie persönliche Termine, sodass die Terminplanung einheitlich bleibt.
- Elektronische Verschreibung bei virtuellen Besuchen: Während einer virtuellen Begegnung ausgestellte Verordnungen werden über den elektronischen Verschreibungsablauf der elektronischen Patientenakte weitergeleitet, wodurch dieselben Dokumentationsstandards wie bei der persönlichen Behandlung eingehalten werden.
- Erfassung von Fernüberwachungsdaten: Zwischen den Besuchen über verbundene Geräte erfasste Vitalwerte und Gesundheitsdaten werden zur Prüfung durch den Leistungserbringer in die elektronische Patientenakte eingespeist.
- Abstimmung von Versicherung und Abrechnung: Daten telemedizinischer Besuche werden mithilfe desselben Prozesses zur Erfassung abrechenbarer Leistungen wie bei persönlichen Begegnungen in den Abrechnungsablauf übernommen, wodurch Unstimmigkeiten bei Ansprüchen reduziert werden.
- Durchführung des Behandlungsplans: Während eines virtuellen Besuchs eingeleitete Überweisungen, Laboraufträge und Nachsorgeaufgaben werden in den Ablauf der elektronischen Patientenakte übernommen, sodass nach Ende des Gesprächs nichts verloren geht.
Laborinformations-Managementsysteme (LIMS)
Ein LIMS verfolgt Laborproben von der Entnahme und Verarbeitung bis zu den Ergebnissen und ihrer Berichterstattung. Plattformen wie LabWare und STARLIMS sind darauf ausgelegt, große Mengen an Proben präzise und effizient zu verarbeiten.
Eine LIMS-Verbindung übermittelt abgeschlossene Ergebnisse an die elektronische Patientenakte und ermöglicht Leistungserbringern einen schnelleren Zugriff auf die Befunde.
Ohne diese Integration werden Ergebnisse über langsamere und fehleranfällige Kanäle übermittelt – per Fax, Telefon oder durch die manuelle Eingabe von Werten in die elektronische Patientenakte durch das Personal. Diese Verzögerung birgt klinische Risiken, insbesondere wenn Ergebnisse eine dringende Nachsorge erfordern.
Hier sind gängige Anwendungsfälle für die Integration eines LIMS in Ihre elektronische Patientenakte:
- Automatisierte Übermittlung von Ergebnissen: Abgeschlossene Laborergebnisse werden unmittelbar nach ihrer Validierung direkt in die elektronische Patientenakte des Patienten eingetragen, wodurch manuelle Eingaben und Übertragungsverzögerungen entfallen.
- Transparenz bei der Auftragsverfolgung: In der elektronischen Patientenakte erteilte Laboraufträge werden mit dem LIMS synchronisiert, sodass klinisches Personal und Laborpersonal eine gemeinsame Übersicht über ausstehende und abgeschlossene Arbeiten erhalten.
- Warnungen bei kritischen Werten: Wenn ein Ergebnis außerhalb eines festgelegten Schwellenwerts liegt, löst das LIMS eine Warnung innerhalb der elektronischen Patientenakte aus, damit das Behandlungsteam schnell reagieren kann.
- Anzeige von Referenzbereichen: Ergebnisse erscheinen in der Patientenakte mit den vom Labor festgelegten Referenzbereichen, wodurch Leistungserbringer sofort den klinischen Kontext erhalten.
- Dokumentation der Probenentnahme: Im LIMS protokollierte Zeitstempel der Entnahme und Probenkennungen werden mit dem entsprechenden Auftrag in der elektronischen Patientenakte verknüpft, sodass die lückenlose Nachverfolgbarkeit gewährleistet bleibt.
- Verlaufsanalyse von Ergebnissen: Durch die Integration können Leistungserbringer aktuelle Ergebnisse innerhalb der elektronischen Patientenakte mit historischen Werten vergleichen, was die Erkennung von Mustern im Zeitverlauf unterstützt.
Apothekenverwaltungssoftware
Apothekenverwaltungssoftware verwaltet Rezepte, Lagerbestände, die Abgabe und Arzneimitteldaten. Plattformen wie PioneerRx und QS/1 bieten Apothekern eine strukturierte Möglichkeit, den Abgabeprozess von der Verifizierung bis zur Abholung durch den Patienten zu verwalten.
Wenn Ihr Apothekenverwaltungssystem mit Ihrem EHR verbunden ist, werden von einem Leistungserbringer ausgestellte Rezepte direkt an den Abgabeprozess weitergeleitet, und die Arzneimitteldaten bleiben in beiden Systemen konsistent, ohne dass ein separater manueller Schritt erforderlich ist.
Ohne diese Integration werden Rezepte per Fax oder Telefon zwischen dem klinischen und dem pharmazeutischen Bereich übermittelt – Methoden, die die Abgabe verlangsamen, Übertragungsfehler verursachen und es erschweren, Wechselwirkungen oder Doppelverordnungen in der vollständigen Arzneimittelliste eines Patienten zu erkennen.
Hier sind gängige Anwendungsfälle für die Integration von Apothekenverwaltungssoftware in Ihr EHR:
- Elektronische Rezeptweiterleitung: Im EHR ausgestellte Rezepte werden direkt an das Apothekensystem übertragen, wodurch faxbasierte Übergaben entfallen und Übertragungsfehler reduziert werden.
- Synchronisierung der Arzneimittelhistorie: Abgabedaten aus der Apotheke werden in die Arzneimittelliste des Patienten im EHR übernommen, wodurch Leistungserbringer einen vollständigeren Überblick darüber erhalten, welche Arzneimittel der Patient tatsächlich einnimmt.
- Prüfung auf Arzneimittelwechselwirkungen: Wenn das Apothekensystem und das EHR Arzneimitteldaten gemeinsam nutzen, können Warnungen zu Wechselwirkungen anhand der vollständigen Arzneimitteldokumentation statt anhand einer unvollständigen Liste überprüft werden.
- Verwaltung von Nachfüllanfragen: Über die Apotheke eingeleitete Anfragen zur Erneuerung von Rezepten werden zur Prüfung und Genehmigung ohne Telefonanruf an den verschreibenden Leistungserbringer im EHR zurückgeleitet.
- Überwachung kontrollierter Substanzen: Abgabedaten aus der Apotheke werden in den EHR-Datensatz des Patienten übertragen und unterstützen die Einhaltung der Anforderungen an die Überwachung verschreibungspflichtiger Arzneimittel.
- Abgleich der Arzneimittel: Integrierte Abgabedaten helfen Behandlungsteams dabei, Arzneimittel an den Übergängen der Versorgung abzugleichen, und verringern das Risiko von Auslassungen oder Doppelungen bei Übergaben.
Software zur Fernüberwachung von Patienten
Software zur Fernüberwachung von Patienten erfasst über vernetzte Gesundheitsgeräte in Echtzeit Patientendaten. Plattformen wie Withings Health Solutions und Biofourmis ermöglichen es Behandlungsteams, den Zustand eines Patienten zwischen den Besuchen kontinuierlich zu überwachen.
Wenn RPM-Software mit Ihrem EHR verbunden ist, werden diese Daten automatisch in die Patientenakte übertragen. So können Leistungserbringer bedenkliche Trends erkennen und eingreifen, bevor sich ein Zustand zu einem Notfall entwickelt.
Ohne EHR-Integration müssen Mitarbeiter die RPM-Daten manuell prüfen und übertragen, wodurch das Risiko verzögerter Maßnahmen bei kritischen Veränderungen steigt.
Hier sind gängige Anwendungsfälle für die Integration von RPM-Software in Ihr EHR:
- Kontinuierliche Dokumentation von Vitalwerten: Zwischen den Besuchen erfasste Messwerte werden direkt in der EHR-Patientenakte hinterlegt und schaffen eine fortlaufende klinische Dokumentation außerhalb planmäßiger Termine.
- Schwellenwertbasierte Warnungen: Wenn die Messwerte eines Patienten festgelegte Parameter überschreiten, löst die RPM-Plattform eine Warnung im EHR aus und fordert das Behandlungsteam zur Nachverfolgung auf.
- Behandlung chronischer Erkrankungen: Patienten, die Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes behandeln, übermitteln regelmäßig Messwerte, die Leistungserbringer im Kontext der vollständigen klinischen Dokumentation prüfen können.
- Überwachung nach der Entlassung: Nach einem Eingriff oder Krankenhausaufenthalt entlassene Patienten werden aus der Ferne überwacht. Ihre Daten werden in das EHR übertragen, um die Nachverfolgung der Genesung zu unterstützen und das Wiederaufnahmerisiko zu senken.
- Anpassung des Behandlungsplans: Leistungserbringer prüfen RPM-Trends im EHR und passen Medikamente, Aktivitätsrichtlinien oder Nachsorgepläne auf Grundlage von Daten aus dem Alltag statt anhand einzelner Momentaufnahmen bei Besuchen an.
- Unterstützung bei der Abrechnungsdokumentation: Im EHR protokollierte RPM-Interaktionen und Prüfzeiten unterstützen Erstattungsanträge für Leistungen zur Fernüberwachung gemäß den geltenden Abrechnungscodes.
CRM-Software für das Gesundheitswesen
CRM für das Gesundheitswesen verwaltet Patientenbeziehungen, Kontaktaufnahme und Einbindung auf Bevölkerungsebene – einschließlich der Nachverfolgung von Kommunikationsverläufen, Versorgungslücken, Terminmustern und notwendiger Nachfassaktionen für den gesamten Patientenbestand.
Salesforce Health Cloud und Veeva CRM verbinden EHR-Daten mit der Kontaktaufnahme zu Patienten und ermöglichen es Teams, die richtigen Patienten zum richtigen Zeitpunkt zu kontaktieren.
Ohne diese Integration arbeiten CRM-Teams mit exportierten Listen und manuell aktualisierten Datensätzen, die schnell nicht mehr mit dem EHR synchron sind. Diese Trennung führt zu redundanter Kontaktaufnahme, verpassten Nachfassaktionen und Patientenkommunikation, die ihren aktuellen Versorgungsstatus nicht widerspiegelt.
Hier sind gängige Anwendungsfälle für die Integration von CRM-Software für das Gesundheitswesen in Ihr EHR:
- Ansprache bei Versorgungslücken: Das CRM ruft klinische Daten aus dem EHR ab, um Patienten zu identifizieren, bei denen vorbeugende Untersuchungen oder Kontrolltermine für chronische Erkrankungen überfällig sind, und löst anschließend gezielte Ansprachekampagnen aus.
- Automatisierung der Termin-Nachbereitung: Mitteilungen zur Nachbereitung nach einem Besuch werden durch Begegnungsdaten im EHR ausgelöst, sodass die Ansprache an tatsächliche Versorgungstermine statt an einen allgemeinen Zeitplan gebunden bleibt.
- Kampagnen zur Reaktivierung von Patienten: Patienten, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums keinen Besuch hatten, werden anhand von EHR-Daten identifiziert und im CRM für eine erneute Ansprache angezeigt.
- Nachverfolgung von Überweiserbeziehungen: Im EHR dokumentierte Überweisungsmuster fließen in das CRM ein und geben Praxisadministratoren Einblick darin, welche Überweisungsquellen das Patientenaufkommen steigern.
- Segmentierung der Bevölkerungsgesundheit: Integrierte klinische Daten ermöglichen es dem CRM, Patienten nach Diagnose, Risikowert oder Versorgungsstatus für gezielte Gesundheitsaufklärung oder die Aufnahme in Programme zu segmentieren.
- Dokumentation des Kommunikationsverlaufs: Im CRM protokollierte Interaktionen zur Patientenansprache werden mit dem EHR-Datensatz des Patienten verknüpft, sodass das Versorgungsteam vor einem Besuch den Kontext zu den jüngsten Kontaktpunkten erhält.
Gängige Integrationsmethoden
Die Integration in EHR-Software, einschließlich cloudbasierter EHR-Plattformen, erfolgt in der Regel über APIs, Middleware-Plattformen, native bzw. integrierte Schnittstellen oder Plugins und Apps.
Epic EHR bietet beispielsweise sein App-Orchard-Programm an, über das Apps mithilfe der APIs von Epic direkt verbunden werden können, während Middleware-Tools wie Redox und Bridge Connector Datenflüsse zwischen ansonsten inkompatiblen Systemen verwalten.
Die Einrichtung reicht von Installationen von Apps per Mausklick bis hin zu umfangreicheren Projekten, die eine Beteiligung der IT erfordern. Der laufende Wartungsaufwand hängt davon ab, wie häufig die verbundene Software aktualisiert wird oder sich Arbeitsabläufe ändern.
Verwenden Sie diese Tabelle, um die Stärken und Einschränkungen der einzelnen Integrationsmethoden zu vergleichen:
| Integrationsmethode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| IntegrationsmethodeAPI | VorteileFlexibel; unterstützt individuelle Arbeitsabläufe; lässt sich im Laufe der Zeit skalieren | NachteileErfordert technisches Fachwissen; höherer anfänglicher Einrichtungsaufwand |
| IntegrationsmethodeMiddleware | VorteileVerbindet viele Systeme; weniger Beeinträchtigung der Kernplattformen | NachteileZusätzliche Kosten; kann mehr Punkte für die Fehlersuche einführen |
| IntegrationsmethodeSystemeigene Integration | VorteileEinfachere Einrichtung; häufig vom Anbieter unterstützt; weniger Wartungsaufwand | NachteileAuf das angebotene Funktionsspektrum beschränkt; weniger Anpassungs- oder Erweiterungsmöglichkeiten |
| IntegrationsmethodePlugin/App | VorteileEinfachste Installation; schnelle Bereitstellung; unkomplizierte Benutzerverwaltung | NachteileMöglicherweise weniger umfangreich; abhängig von Aktualisierungen des EHR-Marktplatzes bzw. der Apps |
So wählen Sie die richtigen Integrationen für EHR-Software aus
Verwenden Sie diese Tabelle, um die wichtigsten Faktoren und Fragen bei der Bewertung von EHR-Softwareintegrationen zu berücksichtigen:
| Faktor | Was Sie berücksichtigen sollten |
|---|---|
| FaktorKompatibilität mit Arbeitsabläufen | Was Sie berücksichtigen solltenPasst das Tool zum täglichen Arbeitsablauf Ihres Teams, oder führt es zu zusätzlichen Schritten oder doppelten Prozessen? Können sich die Endbenutzer problemlos daran gewöhnen? |
| FaktorDatengenauigkeit | Was Sie berücksichtigen solltenHält die Integration die Datensätze zwischen den Systemen konsistent, oder besteht das Risiko von Konflikten, Verzögerungen bei der Synchronisierung oder Datenverlust? |
| FaktorUnterstützung durch den Anbieter | Was Sie berücksichtigen solltenWird die Integration aktiv vom Anbieter unterstützt, oder muss Ihr Team Probleme und Aktualisierungen selbst verwalten? |
| FaktorImplementierungsaufwand | Was Sie berücksichtigen solltenErfordert die Einrichtung eine umfangreiche Beteiligung der IT, oder ist sie sofort einsatzbereit? Gibt es versteckte Kosten oder technische Anforderungen für den Einstieg? |
| FaktorÜbereinstimmung mit Compliance-Anforderungen | Was Sie berücksichtigen solltenErfüllt das integrierte Produkt Ihre Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und Prüfungen (z. B. HIPAA und lokale Vorschriften)? |
| FaktorGesamtkosten | Was Sie berücksichtigen solltenWelche einmaligen und laufenden Kosten entstehen – nicht nur für Lizenzen, sondern auch für die Entwicklung der Integration oder künftige Anpassungen? |
| FaktorBerichtsanforderungen | Was Sie berücksichtigen solltenFließen die Daten aus dem integrierten Tool in die Berichte ein, auf die Sie angewiesen sind, oder müssen Sie sie manuell zusammentragen? |
| FaktorSkalierbarkeit | Was Sie berücksichtigen solltenKann die Integration das erwartete Wachstum bei Daten, Benutzern oder der Organisationsstruktur in den nächsten ein bis drei Jahren bewältigen? |
Bewährte Vorgehensweisen für die Implementierung von EHR-Softwareintegrationen
Befolgen Sie diese Schritte, um Ihre EHR-Integrationen von Anfang an richtig einzurichten:
Prüfen Sie zunächst Ihre aktuellen Arbeitsabläufe: Bevor Sie ein Tool auswählen, dokumentieren Sie, wie Ihr Team den zu verbessernden Prozess derzeit verwaltet. Wenn Sie wissen, wo sich manuelle Schritte, Übergaben und Lücken befinden, können Sie besser beurteilen, ob eine Integration das Problem tatsächlich löst.
Bestätigen Sie vor der Entscheidung die Kompatibilität: Prüfen Sie, ob Ihre EHR-Version die geplante Integration unterstützt. Einige Integrationen sind nur in bestimmten Tarifen verfügbar oder erfordern einen speziellen API-Zugriff, der möglicherweise nicht in Ihrem aktuellen Vertrag enthalten ist.
Beziehen Sie Endanwender frühzeitig ein: Die Personen, die täglich mit den integrierten Tools arbeiten, erkennen Abweichungen in den Arbeitsabläufen, die Administratoren übersehen. Wenn Sie klinisches und operatives Personal frühzeitig in die EHR-Implementierung einbeziehen, verringert dies den Widerstand und bringt praktische Probleme ans Licht, bevor das System in Betrieb geht.
Beginnen Sie mit jeweils einer Integration: Wenn mehrere Integrationen gleichzeitig eingeführt werden, lässt sich schwerer feststellen, was funktioniert und was nicht. Implementieren Sie eine Integration, stabilisieren Sie sie und gehen Sie dann zur nächsten über.
Legen Sie im Vorfeld Regeln für die Datenverwaltung fest: Entscheiden Sie vor der Verbindung von Systemen, welches System für jede Datenart als maßgebliche Quelle gilt. Ohne klare Regeln lassen sich widersprüchliche Datensätze auf verschiedenen Plattformen nur schwer abgleichen.
Testen Sie mit realen Arbeitsabläufen statt mit Demodaten: Testen Sie Ihre Integration anhand tatsächlicher klinischer und operativer Szenarien. Demo-Umgebungen spiegeln selten das Volumen, Sonderfälle oder Ausnahmen wider, mit denen Ihr Team täglich konfrontiert ist.
Dokumentieren Sie die Konfiguration der Integration: Halten Sie fest, wie jede Integration eingerichtet ist, einschließlich Feldzuordnungen, Auslösebedingungen und Kontaktinformationen des Anbieters. Dies schützt Ihr Team bei Personalwechseln oder wenn ein Update unerwartet eine Funktion beeinträchtigt.
Planen Sie die laufende Wartung: Integrationen erfordern auch nach der Inbetriebnahme Aufmerksamkeit. Softwareupdates auf einer der beiden Seiten können Datenflüsse beeinträchtigen. Planen Sie daher regelmäßige Überprüfungen in Ihre Abläufe ein, um Probleme zu erkennen, bevor sie die Patientenversorgung beeinträchtigen.
Bereit, Ihre Entscheidung für ein EHR voranzutreiben?
Bevor Sie sich für eine Plattform entscheiden, lesen Sie unseren Leitfaden zur EHR-Implementierung und ihren Vorteilen, um zu verstehen, wie sich die einzelnen Optionen auf Ihre Arbeitsabläufe, die Patientenversorgung und Ihre langfristigen Ziele auswirken könnten.




