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Das Verfassen einer Ausschreibung (RFP) für EHR-Software ist einer der wichtigsten Schritte, um ein System zu finden, das Ihr Team tatsächlich nutzt—und dem es vertraut. Eine RFP, eine sogenannte „Request for Proposal“, ist ein formelles Dokument, das die Anforderungen Ihrer Organisation beschreibt und Anbieter einlädt, darzulegen, wie ihre Lösung diese erfüllt.

Typischerweise wird eine RFP eingesetzt, wenn Sie die anfängliche Marktrecherche abgeschlossen haben und bereit sind, einzelne Anbieter im Detail zu bewerten. Es ist das Dokument, das eine vage Suche in eine strukturierte und nachvollziehbare Entscheidung verwandelt.

Eine gut ausgearbeitete RFP tut mehr, als nur Anbieter zu filtern—sie zwingt Ihr Team dazu, die eigenen Anforderungen eindeutig festzulegen, bevor Demos oder Verhandlungen beginnen. Diese Klarheit ist es, die eine gute EHR-Auswahl von einer teuren unterscheidet.

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Brauchen Sie tatsächlich eine RFP?

Nicht jede EHR-Suche erfordert eine formelle Ausschreibung, aber darauf zu verzichten, kann riskant sein. Eine RFP wird dann unverzichtbar, wenn die Entscheidung mehrere Beteiligte, ein erhebliches Budget oder komplexe klinische und betriebliche Anforderungen betrifft.

Sie bietet auch eine konsistente Möglichkeit, Kosten, Anforderungen und EHR-Vorteile zu vergleichen. Ziehen Sie eine RFP in Betracht, wenn einer der folgenden Fälle auf Sie zutrifft:

  • Ihre Organisation ersetzt ein Altsystem in mehreren Abteilungen oder Standorten.
  • Sie sind aufgrund öffentlicher Finanzierung oder regulatorischer Vorgaben verpflichtet, ein formelles Beschaffungsverfahren einzuhalten.
  • Mehrere Anbieter werden ernsthaft in Betracht gezogen und müssen auf gleicher Basis bewertet werden.
  • Ihre klinischen, IT- und Verwaltungsteams haben jeweils unterschiedliche Anforderungen, die formell erfasst werden müssen.
  • Der Vertragswert ist so hoch, dass eine strukturierte Bewertung von der Führungsebene oder dem Vorstand gefordert wird.

Wann eine RFP zu viel des Guten ist

Wenn Sie eine kleine Praxis sind und nur ein oder zwei bekannte Anbieter prüfen, wird eine formelle Ausschreibung Sie wahrscheinlich mehr aufhalten als weiterbringen. In diesem Fall sorgt ein strukturierter Anbieter-Fragebogen oder einige gezielte Demos für das gewünschte Ergebnis.

RFI vs RFP vs RFQ: Was ist der Unterschied?

RFI, RFP und RFQ sind gängige Beschaffungsdokumente, aber jedes hat im Auswahlprozess von EHR-Software eine eigene Funktion. Nicht jeder Kauf erfordert eine RFP—das richtige Dokument hilft Ihnen, die nötigen Informationen zu erhalten, ohne Zeit oder Ressourcen zu verschwenden.

Nutzen Sie diese Tabelle, um zu sehen, wie jedes Dokument in Ihre EHR-Softwaresuche passt:

DokumenttypZweckWann einsetzenWas einzubinden istErforderlicher Detaillierungsgrad
RFIAllgemeine Informationen einholenFrüh im Prozess, um Optionen zu sondierenÜberblicksfragen zu FähigkeitenNiedrig
RFPLösungen und Anbieter bewertenWenn detaillierte Vorschläge und Vergleiche benötigt werdenSpezifische Anforderungen und BewertungskriterienMittel bis Hoch
RFQPreise für definierte Anforderungen erhaltenWenn Anforderungen klar sind und der Fokus auf dem Preis liegtDetaillierte Auflistung der Anforderungen und MengenHoch

Häufige RFP-Fehler, die Sie vermeiden sollten

Selbst erfahrene Teams tappen bei der Erstellung einer Ausschreibung oft in bekannte Fallen, was zu Verwirrung, Zeitverschwendung oder schlechten Antworten der Anbieter führen kann. Diese Fehler können Ihre Suche nach einer EHR-Software aus dem Lot bringen und einen fairen Vergleich erschweren.

Wenn Sie diese Stolperfallen meiden, erhalten Sie klarere Angebote und stärken Ihre Argumente für die endgültige Entscheidung:

Zu wenig Hintergrund oder Kontext

Anbieter müssen die Größe, Struktur und Ziele Ihrer Organisation kennen, um ihre Vorschläge anzupassen. Wird dieser Kontext ausgelassen, erhalten Sie generische Antworten, die an Ihrem Bedarf vorbeigehen. Fügen Sie immer eine kurze Übersicht Ihrer Praxis, Patientenanzahl und spezieller Arbeitsabläufe bei.

Fehlendes oder unklar definiertes Budget

Geben Sie keinen Budgetrahmen an, schlagen Anbieter möglicherweise Lösungen vor, die nicht zu Ihnen passen oder außerhalb Ihres Rahmens liegen. Das vergeudet Zeit und kann Verhandlungen ausbremsen. Seien Sie offen mit Ihren Budgeterwartungen, selbst wenn diese nur grob sind.

Unklare Anforderungen oder juristischer Fachjargon

Unpräzise oder zu technische Formulierungen erschweren es den Anbietern, Ihre tatsächlichen Bedürfnisse zu erkennen. Das kann zu Angeboten führen, die an Ihren Prioritäten vorbeigehen. Verwenden Sie klare Sprache und benennen Sie deutlich Ihre Grundvoraussetzungen und Wünsche.

Keine Bewertungskriterien geteilt

Wenn Anbieter nicht wissen, wie Sie ihre Vorschläge bewerten, können sie sich nicht auf das konzentrieren, was Ihnen am wichtigsten ist. Das führt zu Angeboten, die schwer vergleichbar sind. Teilen Sie Ihre Bewertungskriterien und Gewichtungen, damit Anbieter gezielt darauf eingehen können.

Kein Standardformat für Anbieterantworten

Wenn jeder Anbieter ein anderes Format einreicht, wird der Vergleich der Angebote zur Herausforderung. Es besteht die Gefahr, wichtige Details zu übersehen oder Angebote unfair zu vergleichen. Stellen Sie eine Vorlage für die Antwort oder eine klare Struktur bereit, damit Sie alle Angebote nebeneinander überprüfen können.

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Stellen Sie Ihr EHR-Software-RFP-Team zusammen

Die Erstellung einer Ausschreibung (RFP) für EHR-Software ist eine Teamaufgabe, da keine einzelne Person den vollständigen Überblick über die Anforderungen Ihrer Organisation hat. Die richtigen Personen zusammenzubringen hilft Ihnen, Anforderungen zu erfassen, Risiken zu erkennen und von Anfang an das Engagement aller Beteiligten zu fördern.

Diese Personen sollten Sie einbeziehen – und warum:

Projekt-Sponsor

Dies kann Ihr ärztlicher Direktor, Praxismanager oder eine Führungskraft sein. Der Projekt-Sponsor setzt die Zielrichtung, sichert Ressourcen und sorgt dafür, dass das Projekt mit den Zielen des Unternehmens im Einklang bleibt. Seine Kontrolle stellt sicher, dass die Ausschreibung die Prioritäten der Leitung widerspiegelt und die notwendige Aufmerksamkeit erhält.

Fachliche Experten

Denken Sie an leitende Ärzte, Abrechnungsleiter oder IT-Direktoren. Diese Fachleute kennen die täglichen Abläufe und technischen Anforderungen, die von der EHR-Software unterstützt werden müssen. Ihr Beitrag hilft Ihnen, unverzichtbare Funktionen zu definieren und verhindert, dass kritische Details übersehen werden.

Beschaffung oder RFP-Verfasser

Zu dieser Gruppe gehören häufig Einkaufsleiter oder Rechtsberater. Sie bringen Erfahrung mit Vergaberegeln, Vertragsformulierungen und Verhandlungen mit Anbietern mit. Ihre Expertise hilft Ihnen, die Ausschreibung korrekt zu strukturieren und Compliance-Probleme zu vermeiden.

Endanwender und Interessengruppen

Pfleger, Ärzte, Empfangspersonal und sogar Patienten können zu dieser Gruppe gehören. Sie sind diejenigen, die die EHR-Software täglich nutzen werden, weshalb ihr Feedback entscheidend ist, um Schwachstellen und praktische Anforderungen zu identifizieren. Eine frühe Einbindung hilft sicherzustellen, dass das Endsystem tatsächlich für alle funktioniert.

Definieren Sie Muss-Kriterien & Ziele

Klarheit darüber, was Ihre neue EHR-Software leisten muss – und warum –, legt den Grundstein für einen zielgerichteten und produktiven Ausschreibungsprozess. Wenn Sie Ihre Schwachstellen, Ziele und unverhandelbaren Anforderungen darlegen, können Anbieter ihre Vorschläge wirklich auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden, statt zu raten. Diese Abstimmung spart Zeit und hilft, Überraschungen auf dem weiteren Weg zu vermeiden.

Beachten Sie diese Schlüsselpunkte bei der Definition Ihrer Muss-Kriterien und Ziele:

  • Problempunkte mit dem aktuellen System: Listen Sie konkrete Ärgernisse auf, wie langsame Dokumentation, fehlende E‑Verschreibung oder umständliche Patiententerminierung. Wenn Sie diese Themen benennen, können Anbieter zeigen, wie ihre Lösung Ihre größten Probleme adressiert.
  • Benötigte Verbesserungen und Erfolgskriterien: Definieren Sie, was Erfolg bedeutet, zum Beispiel eine Reduzierung der Dokumentationszeit um 30 % oder eine bessere Genauigkeit bei der Abrechnung. Klare Ziele helfen, zu messen, ob ein Anbieter echten Mehrwert liefern kann.
  • Funktionale, technische und Compliance-Anforderungen: Listen Sie Muss-Funktionen wie integrierte Laboranforderungen, mobilen Zugriff oder Unterstützung lokaler Datenschutzvorgaben auf. Wenn HL7-Schnittstellen oder DSGVO-Konformität benötigt werden, erwähnen Sie dies explizit.
  • Nutzerrollen, Nutzungsumfang, Workflows: Beschreiben Sie, wer das System nutzen wird – Ärzte, Pflegepersonal, Empfang –, und wie viele Nutzer Sie erwarten. Geben Sie auch die Abläufe an, z. B. wie Überweisungen gehandhabt werden oder wie der Patienten-Check-in funktioniert.
  • Bereitstellungspräferenzen: Nennen Sie, ob Sie eine Cloud-Lösung, eine Installation vor Ort oder einen hybriden Ansatz bevorzugen. Wenn Sie spezielle Anforderungen an Datenstandort oder Verfügbarkeit haben, geben Sie diese ebenfalls an.

Die EHR-Software-Ausschreibung verfassen

Die ganze Vorarbeit zahlt sich aus, wenn Sie die eigentliche Ausschreibung schreiben. Eine gut strukturierte EHR-Software-Ausschreibung erleichtert es den Anbietern, mit relevanten, detaillierten Vorschlägen zu antworten und hilft Ihrem Team, Optionen direkt zu vergleichen. Folgendes sollte Ihr Dokument enthalten:

1. Zusammenfassung

In diesem Abschnitt erhalten Anbieter einen Überblick über Ihre Organisation, Ihre Ziele für die neue EHR-Software und warum Sie jetzt Angebote einholen. Fassen Sie Ihre Probleme, gewünschten Ergebnisse und wichtige Veränderungen – wie Fusionen oder regulatorische Änderungen – kurz zusammen. Halten Sie sich kurz und präzise – denken Sie an einen Elevator Pitch für das Projekt. Das hilft den Anbietern, schnell zu erkennen, ob sie gut zu Ihnen passen.

2. Leistungsumfang

Beschreiben Sie genau, was Sie von der EHR-Software erwarten, inklusive Module, Schnittstellen und etwaige Dienstleistungen wie Datenmigration oder Support. Sie könnten zum Beispiel Terminverwaltung, E-Verschreibung und die Integration mit Ihrem Laborsystem benötigen. Seien Sie klar, was in und außerhalb des Projektumfangs liegt, um spätere Missverständnisse zu vermeiden. Dieser Abschnitt grenzt die Erwartungen für Ihr Team und die Anbieter ein.

3. Technische Anforderungen

Listen Sie die technischen Voraussetzungen auf, wie etwa die Kompatibilität mit vorhandener Hardware, Unterstützung für mobile Geräte oder die Integration mit Ihrer Abrechnungsplattform. Geben Sie etwaige Standards an, die Sie benötigen, wie HL7 oder FHIR für den Datenaustausch. Falls Sie spezielle Infrastruktur-Anforderungen haben – wie den Betrieb in einer privaten Cloud – führen Sie diese hier auf. Je genauer Sie sind, desto leichter können Anbieter bestätigen, ob sie passen.

4. Anbieterqualifikationen

Beschreiben Sie die Erfahrung, Zertifizierungen und Referenzen, die Sie von Anbietern erwarten. Sie könnten beispielsweise Erfahrung mit Organisationen Ihrer Größe oder Fachrichtung verlangen oder einen Nachweis erfolgreicher EHR-Einführungen in ähnlichen Umfeldern. Bitten Sie um Fallstudien oder Kundenreferenzen als Beleg für deren Aussagen. So helfen Sie dabei, Anbieter auszusortieren, die der Aufgabe nicht gewachsen sind.

5. Anforderungen an Sicherheit und Compliance

Beschreiben Sie Ihre Anforderungen an Datensicherheit, Datenschutz und regulatorische Vorgaben. Dazu können HIPAA, DSGVO oder lokale Gesetze zum Gesundheitsdatenschutz gehören sowie Erwartungen an Verschlüsselung, Prüfprotokolle (Audit Trails) und Benutzerzugriffssteuerung. Falls Sie regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen oder bestimmte Zertifizierungen verlangen, listen Sie diese hier auf. Klare Anforderungen schützen Ihre Organisation und Ihre Patienten.

6. Erwartungen an Implementierung und Schulung

Erklären Sie, was Sie vom Anbieter während der Einführung erwarten, einschließlich Zeitplänen, Meilensteinen und Unterstützung bei der Datenmigration. Erläutern Sie Ihren Bedarf an Mitarbeiterschulungen – etwa Vor-Ort-Seminaren, Online-Modulen oder fortlaufendem Support. Falls Sie einen dedizierten Projektmanager oder eine Superuser-Schulung wünschen, erwähnen Sie es hier. Dieser Abschnitt hilft dem Anbieter, realistische Zeit- und Ressourcenpläne aufzustellen.

7. Preise und Lizenzierung

Verlangen Sie eine detaillierte Preisübersicht, einschließlich Softwarelizenzen, Einführungsgebühren, Supportkosten und eventueller optionaler Module. Bitten Sie die Anbieter, die Kosten nach Nutzer, Standort oder Funktion aufzuschlüsseln, falls relevant. Geben Sie an, ob Sie Abo-Preise, unbefristete Lizenzen oder eine Mischung aus beidem wünschen. Transparente Preise erleichtern den Vergleich der Angebote und helfen, versteckte Kosten zu vermeiden.

8. Vertragsbedingungen

Listen Sie alle Vertragsanforderungen auf, zum Beispiel Mindest-Servicelevel, Verfügbarkeitsgarantien oder Vertragsstrafen bei Fristüberschreitungen. Geben Sie Ihre gewünschte Vertragslaufzeit, Verlängerungskonditionen und Austrittsklauseln an. Falls Sie Flexibilität bei der Hinzufügung von Nutzern oder Standorten benötigen, führen Sie das hier auf. Klare Bedingungen helfen, Streitigkeiten zu vermeiden und Erwartungen von Beginn an zu klären.

9. Einreichungshinweise

Nennen Sie eine klare Frist, das bevorzugte Format und Kontaktinformationen für Rückfragen. Geben Sie an, wie und wo Angebote eingereicht werden sollen – per E-Mail, Portal oder als physische Lieferung. Falls Sie möchten, dass Anbieter eine bestimmte Vorlage nutzen oder bestimmte Anlagen beifügen, erwähnen Sie dies hier. Klare Anweisungen helfen Ihnen, vollständige und vergleichbare Angebote zu erhalten.

Definieren Sie Ihre Bewertungskriterien

Sie sollten Ihre Bewertungskriterien festlegen, bevor Sie Ihre EHR-Software-RFP versenden – so weiß jeder Anbieter genau, wie Sie das Angebot bewerten werden. Klare Kriterien halten Ihr Team auf das Wesentliche fokussiert und machen es einfacher, Antworten direkt miteinander zu vergleichen. So richten Sie einen fairen und transparenten Bewertungsprozess ein:

Was ist am wichtigsten?

Wählen Sie zunächst drei bis fünf Kategorien aus, die die wichtigsten Prioritäten Ihrer Organisation für die neue EHR-Software widerspiegeln. Gewichten Sie diese Kategorien nach ihrer Bedeutung für Ihre Ziele, damit alle Beteiligten wissen, was die endgültige Entscheidung beeinflusst. Häufige RFP-Bewertungskategorien sind zum Beispiel:

  • Funktionalität und Leistungsmerkmale
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Integrationsmöglichkeiten
  • Sicherheit und Compliance
  • Anbietererfahrung
  • Implementierung und Support
  • Gesamtkosten des Eigentums

Verwenden Sie eine Bewertungstabelle

Eine Bewertungstabelle hilft Ihnen, Anbieter objektiv zu vergleichen, indem Sie jeder Kategorie Gewichtungen zuweisen. Beispielsweise könnten Sie der Funktionalität 40 %, Sicherheit 25 %, Kosten 20 % und Anbietererfahrung 15 % geben. Bewerten Sie jedes Angebot in jeder Kategorie auf einer Skala von 1–5 oder 1–10 und multiplizieren Sie dann mit der Gewichtung, um die Gesamtnote zu berechnen. Passen Sie die Gewichtungen an die besonderen Bedürfnisse und Prioritäten Ihres Teams an.

Klären Sie Ihren Bewertungsprozess

Entscheiden Sie, wer die Angebote prüft und bewertet – das kann eine Mischung aus klinischem, IT- und Verwaltungspersonal sein. Nutzen Sie eine standardisierte Bewertungsmatrix, damit jeder Abschnitt einheitlich bewertet wird und Verwirrung oder Voreingenommenheit vermieden wird. Planen Sie ein Auftakttreffen, um die Matrix durchzugehen und offene Fragen zu klären, bevor die Bewertung startet. So stellen Sie sicher, dass alle den gleichen Wissensstand haben und der Prozess fair und konsistent abläuft.

Geben Sie die EHR-Software-RFP heraus

Eine reibungslose Verteilung Ihrer RFP hilft Ihnen, die richtigen Anbieter zu erreichen, hält den Prozess organisiert und sorgt für klare Kommunikation. Eine gut gesteuerte Veröffentlichung stellt sicher, dass die Anbieter alle notwendigen Informationen für ihre Antwort erhalten und Ihr Team den Überblick behält. So geben Sie Ihre EHR-Software-RFP effektiv heraus:

Wählen Sie die richtige Verteilungsart

Sie können Ihre Ausschreibung (RFP) direkt an eine Shortlist von Anbietern senden, sie auf der Website Ihrer Organisation veröffentlichen oder ein Beschaffungsportal nutzen. Ich empfehle, ein zentrales System zu verwenden – beispielsweise ein gemeinsames Laufwerk oder eine Beschaffungsplattform –, um alle Antworten und die Kommunikation zu verfolgen. Wenn Sie gezielt bestimmte Anbieter einladen, fügen Sie eine Kontaktliste bei oder verwenden Sie ein funktionsbasiertes Postfach (wie ehrrfp@yourdomain.com), um den Überblick zu behalten. So lassen sich Rückfragen und Einreichungen leichter verwalten.

Klare Zeitplan-Erwartungen festlegen

Teilen Sie in Ihrer Ausschreibung einen detaillierten Zeitplan mit, damit Anbieter wissen, was sie erwartet und ihre Antworten entsprechend planen können. Ein typischer RFP-Zeitplan könnte so aussehen:

  • Veröffentlichungsdatum der Ausschreibung
  • Fragerunde für Anbieter
  • Endgültige Frist für Einsendungen
  • Bewertungs- und Auswahlphase

Transparenz in Bezug auf Ihren Zeitplan hilft Anbietern, Ihr Projekt zu priorisieren und reduziert Rückfragen zu Fristen.

Einreichungsanforderungen definieren

Erklären Sie den Anbietern genau, wie sie ihre Angebote einreichen sollen – einschließlich akzeptierter Dateiformate (z. B. PDF oder Word), bevorzugter Übermittlungsart (E-Mail, Portal-Upload oder Papierform) und ob ein bestimmtes Template oder Formular zu verwenden ist. Machen Sie deutlich, ob verspätete Einreichungen abgelehnt werden oder im Einzelfall geprüft werden. Klare Anweisungen helfen Ihnen, vollständige und vergleichbare Antworten zu erhalten und vermeiden Verwirrung oder verpasste Fristen.

Anbieterantworten bewerten und Shortlist erstellen

Das Bewerten und Shortlisten von EHR-Softwareanbietern erfordert einen strukturierten Ansatz, klare Kriterien und eine offene Kommunikation im Team. Organisation und Konsistenz helfen Ihnen, Angebote fair zu vergleichen und sich auf die Anbieter zu konzentrieren, die Ihren Anforderungen am ehesten entsprechen. Nutzen Sie diese Schritte als Orientierung für Ihre Prüfung und eine fundierte Shortlist:

  • Angebote organisieren und formatieren: Sammeln Sie alle Angebote an einem Ort und nutzen Sie ein einheitliches Format oder eine Checkliste, um den Vergleich zu erleichtern. Erstellen Sie beispielsweise ein Übersichtsblatt mit den wichtigsten Funktionen, Preisen und Compliance-Hinweisen für jeden Anbieter.
  • Eine Bewertungsmatrix verwenden: Wenden Sie Ihre vordefinierte Bewertungsmatrix auf jedes Angebot an und bewerten Sie Kategorien wie Funktionalität, Kosten und Support auf einer Skala von 1–5 oder 1–10. So bleibt der Prozess objektiv und hebt die Top-Kandidaten hervor.
  • Demos und Interviews planen: Laden Sie Ihre Top-Anbieter ein, ihre EHR-Software zu demonstrieren und Fragen Ihres Teams zu beantworten. Nutzen Sie reale Patientenszenarien oder Workflows, um zu sehen, wie das System in der Praxis funktioniert.
  • Referenzen prüfen: Kontaktieren Sie andere Gesundheitseinrichtungen, die die EHR-Software des Anbieters nutzen, insbesondere solche, die Ihrer Einrichtung in Größe oder Fachrichtung ähneln. Fragen Sie nach Erfahrungen bei der Einführung, nach der Betreuungsqualität sowie nach unerwarteten Herausforderungen.
  • Unklare Punkte klären: Wenden Sie sich an Anbieter für schriftliche Klarstellungen oder Folgegespräche, wenn Sie Lücken oder verwirrende Details in deren Antworten entdecken. So stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Informationen für einen fairen Vergleich haben.

Anbieter auswählen und benachrichtigen

Die letzten Schritte Ihres EHR-Software-RFP-Prozesses prägen die Beziehung zu den Anbietern und bilden die Grundlage für einen reibungslosen Übergang zur Einführung. Klare, rechtzeitige Kommunikation und sorgfältige interne Abstimmung ermöglichen es Ihrem Team, verschiedene EHR-Typen zu vergleichen, Missverständnisse zu vermeiden und Ihr Projekt auf Erfolg auszurichten. Hier sind drei wichtige Schritte, wenn Sie Anbieter auswählen und benachrichtigen:

Ausgewählte und nicht ausgewählte Anbieter benachrichtigen

Informieren Sie alle Anbieter so bald wie möglich über Ihre Entscheidung, egal ob sie ausgewählt wurden oder nicht. Eine zeitnahe und respektvolle Kommunikation wahrt den Ruf Ihrer Organisation und öffnet Türen für künftige Möglichkeiten. Eine kurze, professionelle Mitteilung genügt.

Vorbereitung auf die endgültigen Verhandlungen

Seien Sie bereit, mit dem ausgewählten Anbieter Vertragsbedingungen, Preise, Einführungszeitpläne und Support-Level zu verhandeln. Übliche Verhandlungspunkte sind Zahlungspläne, Verantwortlichkeiten bei der Datenmigration und Service-Level-Agreements. Stellen Sie sicher, dass Sie vor den Gesprächen eine klare Liste mit Prioritäten und No-Gos haben.

Interne Abstimmung vor Vertragsabschluss sicherstellen

Holen Sie vor der Unterzeichnung alle nötigen internen Freigaben ein. In der Regel sind die Unterschriften der Rechtsabteilung, der Finanzabteilung, der IT und der klinischen Leitung erforderlich. Überprüfen Sie, ob alle die Vertragsbedingungen verstanden haben und sich über die nächsten Schritte einig sind – so vermeiden Sie Verzögerungen oder Überraschungen.

Die besten EHR-Softwares im Überblick

Hier finden Sie einige der wichtigsten EHR-Softwarelösungen, die Sie in Ihren RFP-Prozess aufnehmen sollten:

Ihre EHR-Software-Anfrage ist erst der Anfang

Sobald Sie einen Anbieter ausgewählt haben, stellen Sie sicher, dass das System die langfristigen Bedürfnisse Ihrer Praxis unterstützt. Nutzen Sie diesen Leitfaden zur Auswahl eines EHR-Systems, um wesentliche EHR-Funktionen zu vergleichen und Ihre Optionen zu bewerten, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.

John Payne

John Payne ist Mitbegründer und Geschäftsführer von Symphony Health. Mit über 20 Jahren Managementerfahrung arbeitet John gemeinsam mit seiner Frau, Dr. Kate Payne, daran, eine medizinische Praxis mit mehreren Standorten aufzubauen, in der das Personal zum Wohl der Patienten zusammenarbeitet. John setzt sich leidenschaftlich für den Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung in North Vancouver ein und teilt bewährte Methoden mit anderen Praxismanager:innen.